Konfi-Fahrt ins Römer-Kastell

Historische Begegnungen

Ein Schwerpunkt der thematischen Arbeit der Konfirmandengruppe 2012/2014 liegt in der Beschäftigung mit dem Leben in der Zeit Jesu. In den Evangelien wird uns immer wieder von Begegnungen und Auseinandersetzungen mit den römischen Soldaten berichtet. Dies zu lesen und sich dabei in Gedanken vorzustellen, wie das ausgesehen haben mag, ist das Eine.

Dies zu lesen und sich dabei in Gedanken vorzustellen, wie das ausgesehen haben mag, ist das Eine. Wirklich eindrücklich aber wird es erst dann, wenn man selbst in Augenschein nehmen kann, wie das damals ausgesehen haben mag. Dazu brauchen wir nicht unbedingt ins Heilige Land zu fahren. Das römische Imperium hat sich ja bis in unsere Region hinein erstreckt, und so finden wir auch hier bei uns Relikte, die uns die Begegnung mit den Spuren im Alltagsleben der römischen Armee relativ leicht machen.

Die Römerstraßen der damaligen Zeit ermöglichten eine erstaunlich schnelle Verbindung durch das gesamte Römische Reich, und es war damals durchaus nicht ungewöhnlich, Legionen oder Kohorten von einem Teil der damals bekannten Welt kurzfristig in einen anderen zu verlegen. Palästina war in der Epoche der relativen Stabilität des Römischen Imperiums mit den mitteleuropäischen Gebieten mindestens ebenso gut vernetzt wie zu unserer Zeit.

Was liegt also näher, als sich in dem modellhaft errichteten Limeskastell in Pohl einen unmittelbaren Eindruck davon zu verschaffen, wie das Alltagsleben in der römischen Armee damals ausgesehen haben mag. Für die Konfirmanden eine gute Gelegenheit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Also wurde am Samstag, dem 25.05.2013, eine Exkursion auf das Unterrichtsprogramm gesetzt.

Pfr. Hans-Dieter Brenner und Präd. Reinhold Kroll fuhren unterstützt von den Eltern mit den Konfirmanden Lukas D`Avis, Nicole Frantz, Marco Kriewel, Oliver Neuendorf, Selina Rustemovski und Emily Stein nach Pohl, um sich vor Ort einen persönlichen Endruck der historischen Begebenheiten zu verschaffen. Jonas Geisler hat dazu nachträglich noch einige Informationen zusammengestellt: "Das Römische Imperium hat sich im 2 Jahrhundert n. Chr. über eine Länge von 5000 km von der atlantischen Küste im Norden rund um das Mittelmeer bis in den vorderen Orient erstreckt. In unserer Region trennte der Limes die römischen Provinzen von dem sogenannten "freien" Germanien. Der befestigte Wall war ca. 550 km lang, beginnend am Rhein in Rheinbrohl verlief die ausgebaute Grenzanlage mit etwa 900 Wachtürmen und 120 Kastellen bis zur Donau westlich von Regensburg. ..."

Zur weiteren Vertiefung der Eindrücke aus der Zeit Jesu ist im Herbst noch ein Synagogenbesuch geplant, um so auch einen Eindruck der geistlichen Umwelt zu erhalten, in der Jesus und Paulus agiert haben. - (HDB - Fotos: Brenner/Neuendorf)



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